Vom "Komsumjunkie" zur "öko-mami"

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Mein Name ist Laura, ich bin Mitte 20 und gehöre seit Anfang 2018 offiziell zum Team Mama. Bereits vor meiner Schwangerschaft habe ich mich für diese spannende Zeit, Geburten und die Abenteuer mit Baby interessiert. Schon früh kreisten meine Gedanken deshalb um die Entscheidung, ob ich den Beruf der Hebamme erlernen soll. Tatsächlich bin ich aber jemand, der im Schichtdienst hoffnungslos verloren wäre, weswegen ich mich schließlich gegen diesen Berufszweig und für mein zweites Interesse - die Marketingbranche - entschieden habe, in der ich bis vor meiner Elternzeit tätig war.

 

Immer alles neu, immer besser. Die neuste Technik hier, das zehnte schwarze Kleid da. Ach, schon wieder Sale? Das Leben genießen geht nur mit materiellen Dingen - die Autos werden schneller, der Kredit für die neuen Möbel wird aufgenommen, immer top gestyled das Haus verlassen obwohl man nur zum Bäcker geht. Das erst Beste kaufen ohne zu vergleichen, zu überlegen. Hallo - es ist im Angebot! Tag ein Tag aus Gedanken darüber machen, was man besitzt, besitzen will, was man macht, wenn man im Lotto gewinnt und wie glücklich man dann sein wird. Abends schnell zur Fastfood-Kette, gemeinsam mit dem Partner vor dem Fernseher enden, nicht reden, nebenbei noch am Handy spielen und sich über Social Media profilieren. Ja, auch ich war ein Teil der typischen Junge-Leute-Fraktion!

 

Dabei habe ich mich schon vor der Schwangerschaft extrem von Besitz getrennt und langsam lieber zwei Mal darüber nachgedacht, was ich tun und lassen soll, ob gewisse Sachen wirklich notwenig und was die Auswirkungen von meinem Handeln sind. Muss man Plastikmüll erzeugen, oder kann man den Einkauf auch ohne Tüte vom Supermarkt nach Hause transportieren? Wie lebe ich noch gesünder, meinem Körper zuliebe? Der Besuch im Bioladen wurde häufiger, der Verzicht auf Fleisch und später auf alle tierischen Produkte ausgereifter. Für Bewegung an der frischen Luft wurde langsam genauso gesorgt wie dafür, sich die Haare nicht mehr chemisch bleichen und färben zu müssen.

 

Während der Schwangerschaft und vor allem jetzt nach der Geburt meines Kindes bin ich dann aber wirklich zu einem "kleinen Öko" geworden. Was ist gut für mich und mein Kind, die Umwelt und für andere Menschen? Wie kann ich helfen? Was ist mein Fußabdruck und wie möchte ich, dass mein Kind die Welt entdeckt. Atmungsaktive Stoffwindeln als BackUp, wenn das Abhalten nicht funktioniert - die Umwelt schonen in dem man seinem Kind die beste Möglichkeit zum Lösen anbietet. Second hand Babykleidung, Spielzeuge aus Holz, mein altes oder selbstgebautes Spielzeug - Langlebigkeit ist genauso wichtig. Wir kaufen hauptsächlich lokal, schauen auch auf die einzelnen 5 Bananen und benötigen nicht den schönsten Apfel. Genießen unser Leben vor der Tür. Stehen für andere ein, wissen was Freunde sind und spenden nicht nur Zeit sondern auch Dinge. Wir üben uns darin, uns selbst zu reflektieren, einfacher zu leben und vorallem glücklich zu sein, unabhängig von Besitz und der Meinung anderer Menschen.

 

Ja, ich trage mein Kind ständig, ich stille es, wenn es Hunger hat, ich gebe ihm die Möglichkeit sich so zu entwickeln wie es möchte und ja, mein Kind schläft auch bei mir im Bett. Ich versuche jeden Tag neue Dinge für mich, meine Familie und meine Mitmenschen zu lernen, mich weiterzubilden in Sachen "artgerechtem" und natürlichem Leben, eine Stütze zu sein sowie das Positive in allem zu sehen und, wenn nicht vorhanden, zu machen.